FAQ – die am häufigsten gestellten Fragen:
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Für ein gelungenes veredeltes Druckprodukt ist es entscheidend, die Veredelung bereits in den Kreativprozess einzubeziehen. Nur wenn die Designidee, die erwünschte Wirkung auf den Betrachter, der Kontext und letztlich auch die Benutzung des Produktes berücksichtigt werden, können Entscheidungen über die Veredelungen getroffen werden. Bereits in der frühen Phase der Gestaltung sollten erste Gespräche mit der Druckerei und dem Veredelungsbetrieb, die idealerweise identisch sind, geführt werden. So lassen sich Wünsche, Anspruch und Realisierbarkeit optimal aufeinander abstimmen.
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Druckveredelung ist bei einer Vielzahl von Druckprodukten sinnvoll, insbesondere wenn Du hochwertige, auffällige und ansprechende Ergebnisse erzielen möchtest. Beispielsweise profitieren hochwertige Verpackungen von Druckveredelung, da sie das Produkt attraktiv und verkaufsfördernd präsentieren und gleichzeitig eine Schutzfunktion bieten können. Buchcover, Broschüren und Kataloge können die Wertigkeit steigern und das Markenvertrauen stärken. Veredelungen auf Einladungen und Grußkarten machen aus jedem Anlass etwas Besonderes. Marketingmaterialien wie Mailings erzielen nachweisbar höhere Conversion Rates, wenn Veredelungen gezielt eingesetzt werden.
Wenig sinnvoll sind Veredelungen bei Druckprodukten, die generell nur für eine kurze Nutzungs- oder Kontaktdauer konzipiert sind.
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Die Auswahl der Partner bei Veredelungsprojekten ist keine einfache Aufgabe. Hier spielen Vertrauen und Erfahrung beim Zusammenspiel von Druck und den geplanten Veredelungen eine entscheidende Rolle. Wir können nur dazu raten persönliche Gespräche im Vorfeld zu führen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Für wirklich hochwertige Veredelungen halten wir eine Produktionsbegleitung vor Ort während der einzelnen Produktionsschritte für äußerst sinnvoll.
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Bei der Dateianlage für Veredelungen kann man generell die gleichen Programme einsetzen, mit denen hochwertige Drucksachen gestaltet werden. Grundsätzlich eignen sich die Programme der Adobe Creative Suite wie Illustrator, InDesign und Photoshop sehr gut dafür. Zur Produktion von Dateien für die Herstellung von Prägewerkzeugen sind meist Vektorgrafiken nötig. Die genauen Spezifikationen solltest du mit dem Stempelhersteller besprechen.
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Der Zeitaufwand für veredelte Druckprodukte ist grundsätzlich deutlich höher, weil nicht nur die Erstellung der Druckdaten aufwändiger ist, sondern auch alle nachgelagerten Prozesse. Das beginnt bereits bei der Kundenabstimmung und bei der Auswahl der Druckpartner und der Projektbesprechungen. Außer beim Kalttransfer, der meist inline erfolgt, erfordern viele andere Veredelungen zusätzliche Arbeitsschritte und Trockungszeiten.
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Dass Druckveredelung Mehraufwand und damit höhere Produktionskosten erfordert, leuchtet ein. Du musst also sowohl bei der Gestaltung, als auch bei der Druckdatenerstellung bereits mit höheren Kosten rechnen. Hinzu kommen dann je nach Art der Veredelung z. B. Maschinenkosten, Verbrauchsmaterial oder Werkzeugkosten. Dem gegenüber steht jedoch die Aussicht, mit deutlich attraktiveren Produkten erheblich spontanere Kundenansprache und anhaltende Kundenbindungen zu erzielen.
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Erste Anlaufstellen für die Datenerstellung sind die Druckerei bzw. der Prägewerkzeughersteller für dein Projekt. Wenn du dort nicht weiterkommst, kannst du dich auch gerne an unsere Spezialisten hier im Forum wenden:
Glossar
In der Druck- und Veredelungsbranche werden viele Fachbegriffe verwendet. Die wichtigsten haben wir hier zusammengefasst und erläutert.
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Glossar Druckveredelung
Hier findest du ein Glossar der wichtigsten Fachbegriffe rund um Druckveredelung, Lacke, Prägeverfahren und Weiterverarbeitung. Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird daher von Zeit zu Zeit ergänzt.
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3d-Effekte
Als 3-D Effekte werden meist visuelle Effekte bezeichnet, die in holografischen (diffraktiven) Dekoren einen dreidimensionalen Eindruck erzeugen, obwohl die Oberfläche flach ist. Durch lichtbeugende Strukturen in extrem kleinen Dimensionen können solche Strukturen in Lacke oder Transferdekore integriert werden.
Siehe auch: Hologramm, Kinegram, Variogramm, LIGHT LINE®, SFX, TRUSTSEAL®
Blindprägung
Unter Blindprägung versteht man eine spezielle Technik zur Erzeugung von erhabenen oder vertieften Reliefmustern auf Papier oder anderen Materialien. Bei der Blindprägung wird mit einem Prägewerkzeug ein Relief in das Material gedrückt, ohne dass dabei Farbe oder eine Transferfolie verwendet wird. Dadurch entsteht ein haptischer Effekt, der sowohl visuell als auch taktil ansprechend ist.Siehe auch: Farblosprägung, Blinddruck, Blindpressung, Reliefprägung
Digital Metal
DIGITAL METAL® ist ein Markenname von KURZ.Siehe auch: Digitaltransfer
Digitaltransfer
Unter Digitaltransfer oder Digitaltransferveredelung versteht man einen Prozess, bei dem digitale Drucktechnologien mit verschiedenen Transfertechniken kombiniert werden, um Veredelungseffekte zu erzielen. Dabei können sowohl metallische Effekte als auch Lackeffekte erzielt werden. Je nach eingesetzter Technologie können sowohl für die Metallisierung als auch für den Lack die Auftragsdicken variiert und damit Reliefeffekte erzielt werden.Siehe auch: Digitalveredelung, DigitalMetal, Digitalprägung, Digitallackierung
Drucklack
Kurzverweis – siehe: LackDruckveredelung
Druckveredelung bezieht sich auf verschiedene Techniken und Prozesse, die angewendet werden, um gedruckte Materialien zu verbessern, zu verschönern oder ihre Eigenschaften zu verändern. Diese Techniken werden oft nach dem eigentlichen Druckprozess angewendet, um das Druckprodukt mit zusätzlichen Effekten zu versehen. Zu den gängigen Druckveredelungstechniken gehören unter anderem:Lackierung: Hierbei wird eine spezielle Lackierung auf das gedruckte Material aufgetragen, um Glanz, Schutz oder andere visuelle Effekte zu erzeugen.
Heißprägung: Bestimme Bereiche werden mittels eines Prägestempels metallisiert.
Prägung: Bei der Prägung werden bestimmte Bereiche des Materials erhöht oder vertieft, um ein taktiles Relief zu schaffen.
Folierung/Laminierung: Diese Technik beinhaltet die Anwendung von metallischen oder farbigen Folien auf das Material, um die Oberfläche zu schützen, haptische Akzente zu setzen oder einen glänzenden Effekt zu erzielen.
Spotlackierung: Hierbei wird ein glänzender oder matter Lack selektiv auf bestimmte Bereiche des Druckprodukts aufgetragen, um sie hervorzuheben oder zu schützen.
Stanzung: Durch Stanzung können spezielle Formen oder Muster aus dem Material ausgeschnitten werden, um einzigartige Designs zu schaffen.
Druckveredelung wird häufig eingesetzt, um Druckprodukte wie Broschüren, Verpackungen, Einladungen, Visitenkarten und Werbematerialien attraktiver und ansprechender zu gestalten.
Duftlack
Ein Duftlack ist eine spezielle Art von Lack, der bei der Druckveredelung verwendet wird, um gedruckten Materialien einen speziellen Duft zu verleihen. Dieser Lack enthält duftende Substanzen, die freigesetzt werden, wenn sie aktiviert werden, beispielsweise durch Reiben oder Berühren des bedruckten Bereichs. Häufig verwendete Düfte sind beispielsweise Zitrusfrüchte, Blumen, Früchte oder Gewürze.Diese Technik wird oft in der Werbung, bei der Herstellung von Grußkarten, Mailings oder anderen Werbemaßnahmen eingesetzt, um eine zusätzliche sensorische Dimension zu schaffen und das Interesse der Kunden zu wecken.
Duftlack lässt sich im Siebdruck aufgrund des hohen Farbauftrags am wirkungsvollsten verarbeiten.
Effektpigmentlack
Diese Lacke enthalten Effektpigmente, zum Beispiel Aluminium-, Polyester- oder Perlmutt-Teilchen und können eine Vielzahl von Effekten hervorrufen. Je nach Art und Größe der Pigmente brechen diese das Licht und erzeugen Interferenzen, sodass die Oberflächen regenbogenartig schillern oder sich die reflektierende Farbe beim Kippen ändert.Effektpigmentlacke sind lasierend, ihre Wirkung ändert sich je nach der Farbe des Untergrundes.
Siehe auch: IRIODIN®
Farbschnitt
Kurzverweis – siehe: SchnittveredelungFlock
Flock besteht aus Millionen kurzgeschnittener Fasern, die mittels eines elektrischen Felds und Kleber auf verschiedenste Materialien aufgetragen werden. Abhängig von Faserstärke und -länge variiert die Textur von samtweich bis hart abrasiv, wobei der Flor strapazierfähig und abriebfest ist. Die Fasern, meist aus Polyamid oder alternativ Baumwolle, Kunstseide, Polyester oder Acryl, richten sich im elektrischen Feld senkrecht aus und bilden einen dichten Flor. Überschüssiger Flock wird aufgefangen und wiederverwendet.Zur Beflockung wird zuerst Kleber im Siebdruckverfahren aufgetragen und dann die Fasern durch ein Hochspannungssieb geschossen. Flock lässt sich partiell oder vollflächig anwenden, und es gibt eine große Auswahl an Faserstärken, -längen und -farben. Obwohl üblicherweise einfarbig beflockt wird, sind auch mehrschichtige oder mehrfarbige Designs möglich, die jedoch teurer sind. Bei hellen Flockfarben können darunterliegende Druckfarben durchscheinen, was gestalterisch genutzt werden kann. Es gibt keine standardisierte Farbpalette für Flockfarben; die Auswahl erfolgt oft über den Pantone- oder HKS-Fächer und wird mit dem Produzenten abgestimmt.
Verwende Flock am besten eher flächig und vermeide Falz innerhalb der beflockten Bereiche. Beflockte Druckerzeugnisse lassen sich nur bedingt im Stapel schneiden, sodass eine Stanzform nötig sein könnte.
Folienkaschierung
Folienkaschierung ist ein Veredelungsprozess, bei dem eine dünne Kunststofffolie auf das gedruckte Material laminiert oder kaschiert wird, um es zu schützen oder die visuelle oder haptische Wirkung zu beeinflussen. Dieser Prozess kann mit glänzenden, matten, metallischen, holografischen oder strukturierten Folien durchgeführt werden. Mit einer Folienkaschierung wird das Druckprodukt widerstandsfähiger gegenüber Feuchtigkeit, Abnutzung und anderen äußeren Einflüssen. Damit eignet sich eine Kaschierung vor allem für Druckprodukte, die eine längere Lebensdauer haben sollen.Typische Anwendungen für Folienkaschierung sind hochwertige Broschüren, Visitenkarten, Buchcover, Verpackungen und Werbematerialien, bei denen eine ansprechende Optik und Langlebigkeit wichtig sind. Allerdings werden je nach Bezugsmaterial die Recyclingeigenschaften beeinflusst. Meist lassen sich folienkaschierte Druckprodukte im regulären Papierrecycling nicht verwerten.
Siehe auch: Kaschierung, Laminierung
Folienprägung
siehe HeißprägungFolienschnitt
Kurzverweis – siehe: SchnittveredelungGassing
Gassing ist ein Fehler bei der Heißprägung, bei dem sich die metallische Dekorschicht nicht sauber überträgt und fleckig oder blasig wirkt. Ursache sind eingeschlossene Gase oder ausdampfende Bestandteile des Substrats durch zu hohe Temperatur, zu langen Andruck oder ungeeignete bzw. noch nicht vollständig abgelüftete Materialien.Saubere Ergebnisse erreicht man, indem man Temperatur, Druck und Prägezeit fein abstimmt, Materialien gut trocknen lässt und die Werkzeuggeometrie so wählt, dass Luft entweichen kann.
Glanzlackierung
Eine Glanzlackierung ist eine Veredelungstechnik, bei der eine glänzende Lackierung auf das gedruckte Material aufgetragen wird, um einen glänzenden Effekt zu erzeugen. Diese Lackierung kann entweder auf das gesamte Druckprodukt aufgebracht werden oder selektiv auf bestimmte Bereiche, um bestimmte Elemente hervorzuheben > SpotlackierungDie Glanzlackierung verleiht dem Druckprodukt ein glänzendes Finish, das nicht nur visuell ansprechend ist, sondern auch dazu beiträgt, die Farben und Kontraste zu verstärken. Darüber hinaus bietet sie eine gewisse Schutzschicht gegenüber Kratzern, Abnutzung und Feuchtigkeit.
Im Gegensatz zur Folienkaschierung kann eine Glanzlackierung die Recyclingfähigkeit des Druckprodukts weniger stark beeinträchtigen, da der Lack dünner aufgebracht wird in der Regel auf dem Papier oder Karton haftet und nicht als separate Schicht hinzugefügt wird. Dennoch ist es wichtig zu beachten, dass die Verwendung von Lacken die Recyclingfähigkeit beeinflusst. Je nach Lacksystem können die Empfehlungen der > INGEDE Aufschluss darüber geben, ob der jeweils eingesetzte Lack gut deinkbar ist.
Siehe auch: Spotlackierung, Mattlackierung, UV-Lack, Dispersionslack, Wasserlack, Öldrucklack, Drip-Off-Verfahren, Hybridlack, Hybridlack, Soft-Touchlack, Strukturlack, Relieflack, Effektpigmentlack, Glitterlack
Glitterlack
Glitterlacke sind UV-Lacke, die Glitterpigmente enthalten, um dem gedruckten Material einen funkelnden oder glitzernden Effekt zu verleihen. Wie diese Partikel das Licht reflektieren hängt von ihrer Größe, Dichte und Beschaffenheit ab. Sie geben dem Druckprodukt dadurch eine auffällige und glamouröse Optik. Entscheidend für die Auswahl der Pigmente ist das jeweilige Druckmotiv. Grundsätzlich eignen sich Flächen besser als filigrane Elemente, und je feiner diese werden, umso feiner müssen die Effektpigmente gewählt werden. Zudem muss man beachten, dass der Effekt je nach Helligkeit des Untergrundes sehr unterschiedlich wirkt. Auch sollte das Papier eher gestrichen bzw glatt sein, damit die Pigmente nicht in die Faserstruktur versinken.Der Glitterlack kann auf verschiedene Arten aufgetragen werden, entweder als Überlack auf das gesamte Druckprodukt oder selektiv auf bestimmte Bereiche, um besondere Elemente hervorzuheben.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Glitterlacke oft Kunststoffpartikel enthalten, die sich negativ auf die Umwelt auswirken können. Daher sollten umweltfreundliche Optionen in Betracht gezogen werden, wie beispielsweise biologisch abbaubare Glitzerpartikel oder alternative Veredelungstechniken, um die Umweltauswirkungen zu minimieren.
Siehe auch: Glitzerlack, Flitter, Glitter, Glimmer
Goldprägung
siehe HeißprägungGoldschnitt
Kurzverweis – siehe: SchnittveredelungHeißfolienprägung
siehe HeißprägungHeißprägefolie
Prägefolien sind speziell beschichtete Folien, die bei der Heißprägung verwendet werden, um metallische, holografische, Perlmutt- oder Matt-Glanz-Effekte zu erzeugen. Diese Folien bestehen aus vier bis sechs Schichten: Aus dem Folienträger, einer Trennschicht, der optisch wirksamenn Schicht (Farb- oder Metallschichten) und einer Kleberschicht. Die Trennschicht sorgt dafür, dass sich die Dekorschichten von der Trägerfolie lösen können, die Haftschicht wird durch die Hitze des Prägestempels aktiviert und verbindet die Dekorschichten mit dem Bedruckstoff.Die übertragenen Dekorschichten auf den Bedruckstoff sind dabei extrem dünn: die Aluminiumschicht ist dabei nur 0,02µm dünn. Das gesamte übertragene Dekorpaket ist damit dünner als der Farbauftrag im Offsetdruck. Im Papierrecycling lassen sich solcherart veredelte Produkte problemlos deinken, beeinträchtigen den Recyclingprozess damit in keiner Weise.
Der gesamte Transferprozess ist ein trockener Transferprozess, es werden dabei also keinerlei Lösemittel oder andere Emissionen freigesetzt.
Heißprägeverfahren
Innerhalb der Techniken der Heißprägung unterscheidet man folgende Varianten, bei denen nicht nur ein Prägedekor übertragen, sondern oftmals das Papier gleichzeitig auch verformt wird:Flachprägung: die häufigste Art mit flachem Prägewerkzeug. Dabei kann man meist eine leichte Verdichtung des Material und eine leichte Kante am Prägerand erkennen.
Tiefprägung (Debossing): Dabei wird der Bedruckstoff zur Rückseite hin verformt. Dazu wird meist eine Gegendruckform (Patritze) benötigt.
Hochprägung (Embossing): Mithilfe einer Gegendruckform (Patritze) wird der Bedruckstoff nach oben hin verformt.
Reliefprägung: dabei wird das Prägewerkzeug innerhalb der Prägefläche bzw an den Rändern dreidimensional verformt. Dazu ist eine Gegendruckform (Patritze) nötig.
Microembossing: Innerhalb der Prägefläche werden feine Muster und Strukturen eingearbeitet, die reizvolle Effekte bis hin zu Bewegungsmustern erzeugen können. eine Gegendruckform ist meist nicht nötig.
Nanoembossing: Während Strukturen und Reliefs meist ins Werkzeug graviert werden, sind die Strukturen bei Nanoembossing noch deutlich feiner und werden per Laser erzeugt. Auch hier ist eine Gegendruckform nicht nötig.
Siehe auch: Flachprägung, Tiefprägung, Debossing, Hochprägung, Embossing, Reliefprägung, Microembossing, Nanoembossing
Heißprägung
Als Heißprägung versteht man einen Veredelungsprozess, bei dem ein erhitztes Prägeklischee (Prägestempel) eine speziell beschichtete Transferfolie (Prägefolie) auf den Bedruckstoff presst und dadurch eine extrem dünne Dekorschicht überträgt. Anschließend wird die Transferfolie entfernt.Je nach Transferfolie können so metallische, holografische, perlmuttglänzende oder transparente Effekte erzielt werden. Neben den Effekten, die durch das Transferdekor erzielt werden, hat das Prägeklischee selbst noch erheblichen Einfluss auf das Prägebild. Am häufigsten werden Prägestempel flach ausgeführt. Es lassen sich jedoch auch Strukturen oder Relief in die Prägewerkzeuge integrieren, die unterschiedliche optische und haptische Wirkungen erzeugen. Wichtig dabei ist, dass dabei eine Materialverformung auftritt, die man auch auf der Rückseite des Bedruckstoffes wahrnimmt.
Siehe auch: Prägedruckverfahren, Heißfolienprägung, Heißprägedruck, Folienprägung, Heißfolie, Goldprägung, foil blocking
Hologramm / Hologrammeffekt
Holografische oder auch diffraktiv genannte Dekore sind dekorative Effekte oder Muster, die durch Lichtbrechung und Interferenz erzeugt werden. Diese Effekte entstehen, wenn Licht auf eine Oberfläche trifft, die mit mikroskopisch kleinen Strukturen oder Mustern versehen ist, die das einfallende Licht in verschiedene Richtungen brechen und reflektieren.Diffraktive Dekore werden oft durch holografische Prägedekore erzeugt, die mit speziellen optischen Strukturen versehen sind. Diese Strukturen können das Licht auf komplexe Weise reflektieren und brechen. Dadurch entstehen faszinierende Effekte wie Regenbogeneffekte, Farbwechsel und dreidimensionale Erscheinungen.
Siehe auch: LIGHT LINE® Dekore, Regenbogendekor, Pseudohologramm, Diffraktionsdekor, Diffraktionsfolie, Hologrammfolie
INGEDE
INGEDE steht für “International Association of the Deinking Industry”. Es handelt sich um eine internationale Vereinigung der Deinking-Industrie, die sich mit der Förderung und Verbesserung von Verfahren zur Deinkung von Altpapier befasst. Die Deinkung ist ein wichtiger Schritt im Recyclingprozess von Altpapier, bei dem Tinten, Farben und andere Druckstoffe aus dem Papier entfernt werden, um hochwertige Recyclingfaser zu gewinnen.INGEDE setzt sich für die Entwicklung und den Austausch von Technologien, Verfahren und Best Practices in der Deinkung ein, um die Effizienz und Qualität des Recyclingprozesses zu verbessern. Die Organisation führt Forschungsprojekte durch, veröffentlicht technische Richtlinien und Standards und fördert den Dialog zwischen Industrie, Forschung und Regulierungsbehörden im Bereich der Altpapierrecycling-Industrie.
INGEDE spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der Kreislaufwirtschaft und der Nachhaltigkeit in der Papierindustrie, indem sie dazu beiträgt, den Einsatz von Recyclingfasern zu maximieren und die Umweltauswirkungen des Papierherstellungsprozesses zu reduzieren.
Siehe auch: Deinking, Papierrecycling
IRIODIN®
IRIODIN® ist ein Metalleffektlack von MERCKKalttransfer / Kalttransferdruck
Beim Kalttransferdruck handelt es sich um eine Drucktechnik, die inline in einer Offsetdruckmaschine durchgeführt wird. Ein spezieller Kleber wird im ersten Druckwerk aufgebracht. Anschließend wird eine Transferfolie mit dem Papiersubstrat in Kontakt gebracht, wobei das metallische Dekor von der Folie auf das Material übertragen wird. Die Folie wird dann abgezogen, wobei nur das metallische Dekor auf der Oberfläche des Druckmaterials zurückbleibt. In den nachfolgenden Druckwerken erfolgt dann der farbige Überdruck.Durch diesen Prozess können hochwertige und dekorative Drucke mit vielfarbigen metallischen Effekten in einem Arbeitsgang bei hoher Druckgeschwindigkeit hergestellt werden. Eine mechanische Verformung des Papiersubstrates findet dabei nicht statt.
Siehe auch: Kaltfolie, Kaltfoliendruck, Kaltfolientransfer, Kaltfolienprägung, Kaltfolierung
Kaschierung
Beim Kaschieren werden zwei oder mehr Materialien mit Kleber, Wachs oder Lack volllflächig miteinander verbunden.Siehe auch: Folienkaschierung, Laminierung
KINEGRAM
Unter KINEGRAM versteht man ein optisches Sicherheitsmerkmal, das von der Firma OVD Kinegram entwickelt und vertrieben wird. Es unterscheidet sich von Hologrammen durch eine spezielle Herstellungstechnik, die äußerst komplexe visuelle Effekte realisieren kann. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie leicht erkannt werden können und extrem schwer zu fälschen sind. Kinegramme werden kundenindividuell hergestellt und finden sich z. B. auf Banknoten und ID-Dokumenten.Lack
Nach der Kaschierung ist die Lackierung die am weitest verbreitete Art der Druckveredelung. Lacke lassen sich sowohl in Offset, als auch im Flexo- oder Siebdruck verarbeiten. Man unterscheidet zwischen glänzenden, seidenmatten und matten Lacken. Sie kommen als Dispersions-, Öldruck- und UV-Lacke zum Einsatz.Siehe auch: Mattlackierung, Relieflackierung, Strukturlack, Duftlack, Spotlack, Soft-Touch Lack
Laminieren
Im Gegensatz zum Kaschieren wird beim Laminieren eine Schutzschicht aus PP, Acetat, PVC oder PE, meist mit Hitze und Druck auf das Papier aufgebracht. Die dafür eingesetzte Folie kann matt, glatt sein oder Strukturen aufweisen, wie z. B. Leinen. Es gibt sogar transparente holografische Dekore. Laminierte Papiere und Kartonagen können nicht oder nur bedingt recycelt werden.Siehe auch: Kaschierung
Lasercut
Lasercut ist ein digitales Schneideverfahren, das besonders feine Muster, Texte oder sogar Bildraster aus Papier und Karton präzise ausschneidet. Dabei folgt ein rund 0,2 mm dicker Laserstrahl den Konturen des Designs, die auf Vektordaten basieren, und schneidet das Material exakt entlang dieser Linien. Auch bedrucktes Papier kann so bearbeitet werden. Das Verfahren eignet sich bereits für kleine Mengen, da keine komplexe Stanzform benötigt wird.Zu beachten ist, dass sich auf der Rückseite des Papieres Schmauchspuren zeigen können, die durch die Hitze des Lasers entstehen. Es empfiehlt sich vorab Versuche durchzuführen, da die Schmauchspurentwicklung von vielen Faktoren abhängt.
Lasergravur
Papiergravur mittels Laser ist ein Verfahren, bei dem ein Laserstrahl verwendet wird, um präzise und detaillierte Muster, Designs oder Texte in Papier zu gravieren.Papiergravur mittels Laser bietet zahlreiche Vorteile, darunter hohe Präzision, feine Details, Flexibilität bei der Gestaltung und die Möglichkeit, individuelle oder personalisierte Designs schnell und effizient zu erstellen. Der Laser lässt sich so einstellen, dass unterschiedlich tiefe Gravuren erzeugt werden könne, die auch haptisch interessante Effekte hinterlassen. Beim Ausbrennen verändert sich die Farbe des Papiers, helles Papier wird dadurch meist bräunlich, dunkel durchgefärbtes Papier oftmals heller. Die Lasergravur eignet sich generell eher für feine Strukturen als für Flächen. Für eine Lasergravur kommen bereits kleine Auflagen infrage, weil keine Werkzeuge angefertigt werden müssen. Je größer und komplexer die Motive sind, umso länger läuft die Maschine, was sich unmittelbar auf die Kosten auswirkt.
Siehe auch: Papiergravur
Mattlackierung
Die Mattlackierung wird im Offsetdruck meist eingesetzt, um das Druckbild vor mechanischer Beanspruchung zu schützen und bei gestrichenen Papieren dafür zu sorgen, dass die Charakteristik des Bedruckstoffes weitestgehen erhalten bleibt.Siehe auch: Glanzlackierung, Spotlackierung, Drucklack
Papiergravur
Kurzverweis – siehe: LasergravurPerforation
Unter Perforation versteht man eine bestimmte Form der Stanzung, die dazu dient, Teile des Papiers leicht und an definierten Stellen abtrennen zu können. Hierfür gibt es unterschiedliche Maschinen, die in den Druckereien und Weiterverarbeitungsbetrieben dazu eingesetzt werden. Du legst eine Perforation am besten als Linie mit einer Volltonfarbe an und besprichst mit der Druckerei welche Art der Perforation realisiert werden soll.Siehe auch: Lochstanzung, Schlitzstanzung, Mikroperforation
Relieflack
Relieflack ist ein dickflüssiger UV-Lack, der sich durch seine hohe Schichtstärke auszeichnet und dazu verwendet wird, Schriftzüge und andere Motive dreidimensional herauszustellen, ohne das bedruckte Material zu verformen. Dieser Lack hat fast einen 100-prozentigen Festkörperanteil und härtet unter UV-Licht aus, wobei er seine dreidimensionale Form beibehält. Aufgrund seiner markanten haptischen Qualitäten findet er auch Einsatz für Blindenschrift.Für das Auftragen des Relieflacks wird das Siebdruckverfahren genutzt, wobei die Stärke des Lackauftrags variabel ist. Der Lack kann entweder glänzend oder matt sein und ist in der Grundform transparent, lässt sich jedoch auch mit Pigmenten einfärben.
Als Motive eignen sich lineare Motive ohne feine Details oder dünne Linienstärken. Auch größere Flächen sind eher ungeeignet, da der Lack nach innen hin tendenziell einsinkt. Die Motive sollten nicht randabfallend angelegt sein, um ein Abplatzen an der Schnittkante zu vermeiden.
Siehe auch: Blindschriftenlack
Rubbelfarbe
Rubbelfarben sind meist latexhaltige Farben, die z. B. mit dem Fingernagel leicht entfernt werden können und ein darunterliegendes Motiv zum Vorschein bringen können. Du kennst es sicher von Glückslosen oder PIN-Nummern. Diese Farben gibt es standardmäßig hochdeckend in Silber und Gold. Sie werden im Flexo- oder Siebdruck aufgebracht.Darüber hinaus gibt es auch Heißpägetransfer-Qualitäten, die z. B. auf Kunststoffkarten eingesetzt werden können. Diese gibt es auch mit holografischen Dekoren.
Schnittveredelung
Nicht nur die Oberflächen, sondern auch die Schnittkanten von Buchblöcken oder Visitenkarten können veredelt werden. Hierbei besteht die Möglichkeit, sie einzufärben, zu metallisieren oder sie zu prägen. Zuerst wird der Buchschnitt gepresst und etwa 1 mm abgeschliffen, um eine vollkommen glatte Oberfläche zu erreichen. Danach werden der metallische Transfer oder Farbe aufgetragen, wobei verschiedene Techniken zum Einsatz kommen. Während Folienschnitte, auch als Goldschnitte bekannt, einen glänzenden Effekt erzielen, wirken Farbschnitte eher matt. Zudem bieten alle Veredelungen Schutz vor Schmutz und Staub. Die Schnittveredelung ist mit höheren Kosten verbunden, da sie einen aufwändigen zusätzlichen Produktionsschritt mit speziellem Equipment darstellt.Siehe auch: Goldschnitt, Folienschnitt, Farbschnitt
Siderographie
Kurzverweis – siehe: StahlstichSoft-Touch Lack
Soft-Touch Lack veredelt Oberflächen mit einer einzigartigen Haptik, die je nach Hersteller samtig, gummiartig oder weich sein kann. Dieser Lack ist extrem matt, was ihn besonders bei partiellen Drucken hervorhebt, obwohl auch eine vollflächige Anwendung möglich ist. Soft-Touch Lack kann im Siebdruck, Offsetdruck und Flexodruck verarbeitet werden, wobei der Siebdruck eine dickere Schicht ermöglicht, wodurch der haptische Eindruck noch deutlicher wahrnehmbar wird. Er ist in der Regel farblos und lasierend, kann jedoch wie andere Lacke auch mit Pigmenten eingefärbt werden.Spotlackierung
Als Spotlackierung bezeichnet man partiell aufgebrachte Lackpartien.Siehe auch: Lack
Stahlstich
Der Stahlstich ist ein traditionelles Tiefdruckverfahren, bekannt für seine Konturenschärfe und Detailtreue, das früher hauptsächlich für den Druck von Banknoten und Briefmarken genutzt wurde. Auch heute werden Motive von Hand in Stahlstempel graviert. Die Druckfarbe, die nur in den Vertiefungen bleibt, wird mit einer Rakel entfernt. Eine handgefertigte Gegenform presst den Bedruckstoff mit hohem Druck in diese Vertiefungen, wodurch viel Farbe übertragen und der Stoff verformt wird. Die Ergebnisse sind deckend, erhaben und präzise, ideal für feine Linien und kleine Schriftgrößen. Es werden ölbasierte Lackfarben verwendet, die satt glänzen und fast alle HKS- oder Pantone-Farben, einschließlich Metallicfarben, umfassen.Stahlstich ermöglicht hochdeckende Motive, selbst helle Designs auf dunklem Grund. Linien und Schriften sind von 0,3 bis 8,5 pt darstellbar; breitere Flächen erfordern einen Kreuzlinienraster. Auf größere Flächen sollte verzichtet werden, da die Druckfläche limitiert ist. Die Prägung ist auch auf der Rückseite sichtbar.
Diese exklusive Veredelungstechnologie erfordert viele manuelle Arbeitsschritte und wird nur noch von wenigen Spezialbetrieben angeboten, was die Produktion kostspielig macht.
Siehe auch: Siderographie
Stanzung
Stanzen ist ein mechanisches Verfahren zum Schneiden beliebiger Formen aus dem Bedruckstoff. In der Praxis z. B. für Verpackungen wird das Stanzwerkzeug mit Nutblechen kombiniert, um die Falzkanten für Schachtelflächen einzudrücken. Das Stanzwerkzeug wird normalerweise aus einer Holzform gebaut, in die Stanzmesser und Nutbleche eingesetzt werden. Für die Dateianlage legst du am besten eine Volltonfarbe für die Stanzkontur und eine weitere für die Falzlinien an.Strukturlack
Strukturlacke sind spezielle UV-Lacke, die während der Aushärtung eine charakteristische Struktur entwickeln. Diese Strukturen sind sowohl optisch als auch haptisch erfahrbar und können mit der richtigen Druckvorlage sogar die Oberflächenstrukturen von Materialien wie Holz oder Textilien nachahmen. Die gewünschten Struktureffekte werden durch Beimengung verschiedener Partikel zum Lack erreicht. Es gibt eine Standardauswahl an feineren und gröberen Strukturlacken, jedoch ist auch eine individuelle Anmischung möglich, um spezifische haptische Effekte, wie beispielsweise die Rauheit von Schmirgelpapier, zu erzielen. Strukturlacke finden außerdem Anwendung als Anti-Rutsch-Beschichtung auf Fußbodenstickern und Mousepads. Sie werden mittels Siebdruckverfahren aufgetragen, sind üblicherweise klar und farblos, können jedoch auch eingefärbt werden.Für die Anwendung gelten generell die gleichen Bedingungen, wie sie auch Relieflacke erfordern.
Tagesleuchtfarbe
Tagesleuchtfarben sind floureszierende Farben, die bei Tageslicht deutlich heller wirken, als gewöhnliche Druckfarben. Der Effekt entsteht dadurch, dass sie den kurzwelligen Anteil des auftreffenden Lichtes in längerwelliges Licht umwandeln. Je höher der UV-Anteil des einfallenden Lichtes ist, umso greller wirken sie. Bei der Verarbeitung sollte man berücksichtigen, dass diese Farben am besten auf hellen Bedruckstoffen wirken. Sei weisen keine hohe Farbbeständigkeit auf und verblassen daher relativ schnell.Transferveredelung
Kurzverweis – siehe: Kalttransfer, Heißprägung, Digitaltransfer
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